Monika H. Meine „Syrinx“ - Geschichte Im Januar 2001 bekam ich aufgrund meiner langjährigen, chronischen Kopfschmerzen Spritzen in den Hinterkopf und in die HWS. Danach plagten mich schwerste Schwindelanfälle, die mich letztenendes meine Arbeitsstelle verlieren ließen. Dann wurde ich schlapp, müde und kraftlos. Ein halbes Jahr später bekam ich linksseitig Ischiasschmerzen, die trotz vieler medizinischer Behandlungen nicht in den Griff zu bekommen waren. Zu den starken Schmerzen „ gesellte“ sich noch ein Taubheitsgefühl, dass schließlich bis in den Fuß ging. Da- mit nicht genug, bekam ich erst Schmerzen in den rechten Arm, dann in den linken. Mittlerweile ist auch der Ischiasnerv rechtsseitig betroffen. Dazu kommen noch Gesundheitsstörungen in Unterleib, Magen und Darm. Mein damaliger Hausarzt überwies mich wegen des Schwindels zum Neurologen. Dieser konnte nichts krankhaftes feststellen. Auch eine Überweisung zum HNO Arzt blieb ohne Befund. Daraufhin war für meinen Hausarzt klar, dass ich psychosomatisch erkrankt bin. Als ich ihm klarmachen wollte, dass ich daran nicht glaube, sagte er mir wörtlich:“ Wenn sie nicht bald kapieren, dass Ihre Probleme psychosomatisch sind, werden Sie bald ein körperliches Wrack sein“. Außerdem bat er mich, einen anderen Hausarzt zu suchen. Genau das tat ich auch. Dieser Arzt wusste zwar auch nicht, was er mit meinen gesundheitlichen Problemen anfangen sollte, aber er überwies mich zu zahlreichen Ärzten und Kliniken. Dabei waren Neurologen, Orthopäden, die Klinik für Diagnostik in Wiesbaden, eine Rheumaklinik, eine orthopädische Klinik, eine psychosomatische Klinik, eine Schmerzklinik und ein bekanntes neurologisches Krankenhaus in Koblenz. In den Berichten stand eigentlich immer das gleiche: es gibt keinen organischen Befund und deshalb sind meine Beschwerden psychischer Natur. Tief in meinem Inneren habe ich trotz aller ärztlicher Befunde gespürt, dass bei mir irgendet- was körperlich nicht stimmte. Ich nahm mir einen Anwalt und beantragte die Rente. Die Gutachter, die von der BFA vorgeschrieben wurden, schrieben entweder, dass meine Beschwerden psychisch seien, und ich ohne weiteres arbeiten könne, oder sie meinten, ich sei zu faul zu arbeiten. Im Oktober 2004 war ich körperlich und seelisch am absoluten Ende, weil fast jeder mich für psychisch krank hielt, ich aber immer noch spürte, dass bei mir körperlich etwas nicht stimmte, und meine Schmerzen mich fast verrückt machten. Ich ließ in meiner Ver- zweiflung auf eigene Kosten eine Ganzkörper MRT durchführen. Und bei dieser Untersuchung kam heraus, was ich schon immer gespürt hatte: ich bin nicht psychisch krank, sondern leide an Syringomyelie. Ich hatte noch nie etwas von dieser Erkrankung gehört und meine Ärzte waren auch überfordert. Also machte ich mich per Internet und Selbsthilfegruppen schlau. Mittlerweile sage ich meinen Ärzten, wohin ich gerne überwiesen werden möchte und welche Thera- pien ich ausprobieren möchte. Ich hoffe, dass ich irgendwann meinen Weg finden werde. Aber eines ist sicher: Das Wort PSYCHOSOMATISCH ist für mich zum Unwort des Jahres geworden!!! Zurück
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